76 Jahre Ortsgruppe Potsdam !

 

Einebenen des GeländesIm Jahr 1923 wurde in Potsdam eine Ortsgruppe Deutscher Schäferhunde gegründet. Der Übungsplatz war auf dem Bornstädter Feld. Es waren nur wenige Bürger Potsdams, die sich mit der Haltung und Zucht der jungen Rasse Deutscher Schäferhund beschäftigten. So war es Züchterin Ch. von Dazur aus Babelsberg vom Zwinger vom Forellenbach, die mit ihrem Onyx vom Forellenbach, gew. am 8.9.1935, auf der Siegerschau 1938 und 1942    unter den V Ausleserüden zu finden war.

 

Der Krieg 1939-45 riss auch große Lücken in den SV und deren Ortsgruppen. Es wurden viele unserer Hunde für Kriegszwecke eingezogen und der Sport sowie auch die Zucht kamen fast zum Erliegen. Als Vereine durch die Besatzungsmacht 1947 wieder zugelassen wurden, konnte auch die Ortsgruppe Potsdam durch die Sportsfreunde Hermann Weckerling, Erwin Lünse, Alfred Wrede, Paul Hönicke und Paul Gericke, um nur einige zu nennen, den Verein wieder aufleben lassen.

 

Das Übungsgelände war das Bornstädter Feld, als Vereinslokal für Versammlungen und Zusammenkünfte war die Gaststätte ,,1OOOjährige Eibe" in Potsdam. In den nun folgenden Jahren wuchs die Mitgliederzahl in der Ortsgruppe Potsdam, und es wurde nach einem neuen Übungsplatz gesucht, mit dem Vorhaben, ein eigenes Vereinsheim zu bauen. 1951 wurde ein Platz in der heutigen Waldstadt gefunden und die Ortsgruppe baute dort ein Vereinsheim. Auf Grund der günstigen Verkehrslage wurden die Übungsstunden rege besucht. Jährlich wurden  2  bis 3 Prüfungen unter der Leitung des Abrichtewarts Paul Gericke durchgeführt. 

 

Einzäunen des GeländesDurch den verstärkten Wohnungsbau ab 1960 (Waldstadt) musste die Ortsgruppe ihren Platz   und das Vereinsheim räumen. Es wurde ein neuer Platz in Potsdam in der Nähe des Observatoriums bezogen. Durch den Fleiß unserer Mitglieder konnten wir 1961 ein neues Vereinsheim bauen  und beziehen.

 

Außer Prüfungen wurden hier auch Vereinsschauen durchgeführt, dabei wurden stattliche Meldezahlen von 160 -200 Hunden erreicht.  Allerdings wurde die Ortsgruppe und deren Sport wegen des Bellens der Hunde seitens des Observatoriums nicht gerne gesehen  und als störend empfunden.

 

Nach Verhandlungen mit der Stadt Potsdam wurde uns das Gelände an der Michendorfer Chaussee, das als Schlachtauftrieb gedient hatte, zur Verfügung gestellt. In monatelanger harter Arbeit gelang es uns, aus den Schweine- und Kuhställen eine Zwingeranlage zu errichten und ein würdiges Vereinsheim zu schaffen. Jede freie Stunde wurde genutzt. Mitunter bis in die späte Nacht hinein legten unsere Mitglieder Hand an, um die Arbeit voranzutreiben.

 

1971 konnte das Gebäude bezogen werden, was aber nicht bedeutete, dass es schon fertig war. Hier brauchte es noch einige Jahre, um es zu dem zu machen, was es heute darstellt.

 

Verlegung der Stromleitung für die FlutlichtanlageAls 1989 die Grenzen zwischen Ost und West geöffnet wurden, erwachte bei unseren Schäferhundfreunden der Wunsch, wieder zur großen SV Familie zu gehören.

Im April 1990 wurden unsere Amtsträger nach Augsburg berufen, wo die Aufnahme vollzogen wurde.

 

Im Juni 1991 kam der Zusammenschluss mit der Ortsgruppe Zehlendorf, die ihren Vereinsplatz räumen mussten. Von nun an wurde die Ortsgruppe Potsdam in OG Potsdam/Zehlendorf umbenannt. Heute zählt unsere Ortsgruppe ca. 52 Mitglieder und ist somit zu den stärksten Ortsgruppen im Land Brandenburg zu rechnen.

 

Zusammengestellt und verfasst im Auftrag der Ortsgruppe 1999
Willi Wagner